Mit dem Auto ins Ausland: 5 Tipps, die Sie unbedingt beachten sollten

Wenn Sie mit dem Auto ins Ausland fahren gibt es viel zu beachten

Bevor Sie losfahren gibt es einige Dinge, um die Sie sich kümmern sollten

Die Urlaubssaison läuft auf Hochtouren und etliche Menschen treten derzeit eine Auslandsreise mit dem Auto an. Viele Regelungen und Gegebenheiten in den umliegenden Ländern sind dennoch eher unbekannt. Damit keine unliebsamen Überraschungen entstehen und Sie optimal vorbereitet sind, haben wir wichtige Tipps rund um den Autourlaub für Sie zusammengestellt.

Tipp 1: Diese Mautregelungen sollten Sie kennen

Mautgebühren in Europa – interessant wenn Sie mit dem Auto ins Ausland fahren

Detaillierte Übersicht über die europäischen Mautgebühren inkl. Bußgeld (© kfzteile.net )

Wer mit dem Auto ins Ausland reist, durchquert fast zwangsläufig Länder, die eine Maut für die Nutzung verschiedener Straßen, Brücken oder Tunnel erheben. Grundsätzlich existieren zwei verschiedene Varianten zur Entrichtung der Gebühr. In einigen Ländern (z. B. Österreich, Schweiz) ist der Erwerb einer Vignette Pflicht. Diese muss an der Windschutzscheibe angebracht werden, noch bevor mautpflichtige Straßen befahren werden. Kaufen Sie die Vignette daher noch in Deutschland (an einer Tankstelle) oder bestellen Sie sie noch vor Reiseantritt, z. B. über den ADAC.

Ein anderes Mautsystem kommt beispielsweise in Italien, Kroatien, Spanien oder Frankreich zum Einsatz. In diesen Ländern müssen Sie die Gebühr abhängig von der gefahrenen Strecke entrichten. Meist zahlen Sie hier beim Verlassen der Autobahn. Denken Sie daran, genügend Kleingeld oder eine Kreditkarte für die Zahlung mitzuführen. Im Schnitt liegen die Mautgebühren bei 6 bis 8 Euro pro hundert Kilometer. Verstöße gegen Mautregelungen werden teils mit Strafen von mehreren hundert Euro geahndet und sind deshalb keinesfalls zu empfehlen.

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Tipp 2: Verkehrsregeln im Ausland beachten

Bevor Sie eine Auslandsreise mit dem Auto antreten, sollten Sie sich über die Verkehrsregeln in den Ländern informieren, die Sie durchqueren werden. Die Regelungen und Bußgelder können teils erheblich von deutschen Vorschriften abweichen. Werden Sie beispielsweise in den Niederlanden mit dem Handy am Steuer erwischt, zahlen Sie 230 Euro. Das Parken im Halteverbot schlägt in Spanien mit 200 Euro zu Buche. Ein Nichtanlegen des Gurts wird fast in jedem Land geahndet, Griechenland veranschlagt für diesen Verstoß gar 350 Euro. Weiterhin sind Radarwarner in annähernd allen Ländern strengstens verboten. Tschechien erhebt für Verstöße gar Strafen von bis zu 7.350 Euro.

Auch für das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit werden teils empfindliche Strafen fällig. In Italien, Frankreich, Kroatien und Österreich gilt bis auf wenige Abweichungen 130 km/h auf Autobahnen. In Spanien und der Schweiz liegt das Tempolimit bei 120 km/h.

Wenn Sie mit dem Auto ins Ausland fahren sollten Sie auf keinen Fall am Steuer telefonieren

Telefonieren am Steuer kann im Ausland richtig teuer werden!

Im Übrigen werden ausländische Geldbußen innerhalb der EU ab einer Grenze von 70 Euro auch in Deutschland nachverfolgt und vollstreckt. Ein länderübergreifendes Punktekonto gibt es hingegen nicht. Der Verstoß wird jedoch im System des jeweiligen Landes gespeichert, was bei einer erneuten Einreise zu Schwierigkeiten führen kann.

Tipp 3: Diese Dokumente müssen Sie mitnehmen

Wenn Sie mit dem Auto ins Ausland fahren, benötigen Sie bestimmte Dokumente, um beispielsweise das Bestehen einer Versicherung nachzuweisen. Folgende Unterlagen sollten beim Autourlaub dabei sein:

  • Grüne Versicherungskarte: Sie ist nur bei Reisen in Länder außerhalb der EU Pflicht (Achtung: auch Schweiz), vereinfacht aber auch innerhalb der EU die Schadensabwicklung deutlich.
  • Europäischer Unfallbericht: Führen Sie diesen mehrsprachigen Unfallbericht für den Ernstfall im Handschuhfach mit – er erleichtert die spätere Schadensregulierung und die Kommunikation mit der Versicherung. Der Blanko-Unfallbericht kann auf der Website des ADAC heruntergeladen werden.
  • Personalausweis oder Reisepass: Erkundigen Sie sich vor Reiseantritt, ob ein Reisepass in den Transitländern und im Zielland notwendig ist. Innerhalb der EU benötigen Sie für einen Autourlaub nur einen Personalausweis.
  • Internationaler Führerschein: Diese Übersetzung des deutschen Führerscheins ist in Ländern der EU nicht erforderlich. Anders kann es außerhalb dieses Gebietes aussehen.
  • EC-Karte, Kreditkarte: Führen Sie neben Bargeld auch elektronische Zahlungsmittel mit.

Hinweis: Ziehen Sie im Falle eines Unfalls immer die Polizei hinzu, um spätere Unklarheiten zu vermeiden.

Tipp 4: Was tun bei einer Panne im Ausland?

Eine Panne im Ausland wünscht sich niemand, der mit dem Fahrzeug auf Reisen ist. Tritt dieser Fall ein, stellt sich die Frage nach dem optimalen Vorgehen. Zunächst sei erwähnt, dass etliche Länder das Mitführen von Warnwesten vorschreiben. Teils muss sogar für jeden Mitfahrer eine Warnweste vorhanden sein, was beispielsweise in Italien oder Kroatien gilt. Im Falle einer Panne oder eines Unfalls müssen die Warnwesten dann selbstverständlich getragen werden. Das Warndreieck ist in aller Regel ebenfalls Pflicht.

Sind Sie im Pannenfall über einen Anbieter wie den ADAC abgesichert, hat dies klare Vorteile. Sie werden dann im Extremfall samt Auto nach Hause gebracht. Generell sind die Leistungen von Automobilclubs umfangreicher als bei Schutzbriefen der Kfz-Versicherungen. Clubs wie der ADAC regeln annähernd alles, bei Schutzbriefen oder Mobilitätsgarantien müssen Sie meist selbst aktiv werden.

Wichtig: Um eine Kostenübernahme sicherzustellen, stimmen Sie alle Maßnahmen wie das Abschleppen oder Reparaturen vorher mit Ihrem Pannenhilfe-Anbieter ab.

Tipp 5: Clever Tanken, unterschiedliche Spritpreise beachten

Teils hohe Einsparungen können Sie erzielen, wenn Sie die aktuellen Spritpreise kennen und Tankstopps richtig planen, bevor Sie mit dem Auto ins Ausland reisen. Benzin ist in den Niederlanden mit derzeit durchschnittlich 1,61 Euro am teuersten. Dieselfahrer müssen mit 1,33 pro Liter in Italien tiefer in die Tasche greifen. In diesen Nachbarländern tanken Sie aktuell am günstigsten (Stand: 07.07.2017, Quelle: ADAC):

  • Luxemburg: 1,12 Euro für Super, 0,94 Euro für Diesel
  • Österreich: 1,15 Euro für Super, 1,07 Euro für Diesel
  • Polen: 1,07 Euro für Super, 1,03 Euro für Diesel
  • Spanien: 1,16 Euro für Super, 1,06 Euro für Diesel
  • Tschechien: 1,14 Euro für Super, 1,10 Euro für Diesel

In unserer Serie Autourlaub haben wir die Mautgegebenheiten, Verkehrsregeln und sonstige Besonderheiten für die 5 beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen zusammengestellt. Informieren Sie sich 🙂

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Maria Solisch

Seit September 2013 bin ich als Content-Managerin für die Inhalte unserer Webseiten verantwortlich und habe mich zur Expertin im Bereich Kennzeichen und Umzug entwickelt. Wer hätte das gedacht, da ich ja eigentlich Diplom-Geographin bin, aber das bestätigt nur die Wandelbarkeit, die den Geographen nachgesagt wird 🙂 So bin ich nun immer auf der Suche nach spannenden Themen, die ich unseren Usern präsentieren kann.