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Kfz-Versicherung: Welche ist die richtige für mich?


Beim Unfall ist eine gute Kfz-Versicherung wichtigBei der Wahl einer Kfz-Versicherung sehen sich Fahrzeughalter mit einer Fülle verschiedenster Angebote und Modelle konfrontiert. Nicht immer ist ein hoher Leistungsumfang, wie ihn beispielsweise die Kfz-Vollkasko gewährt, notwendig und sinnvoll. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den idealen Schutz für Ihre individuelle Situation finden und damit unnötig hohe Kosten vermeiden.

Worin besteht der Unterschied zwischen Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko?

Der Umfang einer Autoversicherung gliedert sich in Deutschland grundsätzlich in drei Stufen. Den geringsten Schutz bietet die Kfz-Haftpflichtversicherung. Teilkasko kann als Mittelweg bezeichnet werden und Vollkasko ist ein annähernd allumfassender Schutz. Doch selbst hier gibt es Schadensereignisse, die nicht versichert sind. Im Detail stellt sich der Versicherungsumfang wie folgt dar.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Pflichtversicherung. Jeder Halter eines Kraftfahrzeugs muss demnach mindestens eine Kfz-Haftpflichtversicherung vorweisen können, damit er sein Fahrzeug überhaupt zulassen kann. Immer dann, wenn Sie im Straßenverkehr Personen-, Sach- oder Vermögensschäden verursachen, kommt die Haftpflichtversicherung dafür auf. Sie übernimmt jedoch niemals die Schäden an Ihrem eigenen Fahrzeug. Der Grundgedanke dahinter ist relativ simpel: Die Versicherung soll sicherstellen, dass Unfallgegner und Geschädigte im Straßenverkehr in jedem Fall eine Ersatzleistung erhalten. Bereits seit dem Jahr 2002 gelten die folgenden Mindestdeckungssummen:

  • Personenschäden: 7,5 Millionen Euro
  • Sachschäden: 1,12 Millionen Euro
  • Vermögensschäden: 50.000 Euro

Diese Summen klingen zunächst hoch, werden in Härtefällen, wie bei schwerwiegenden Personenschäden mit lebenslangen Heilungskosten, Schmerzensgeld oder dem Ersatz des Verdienstausfalls, durchaus benötigt oder gar überschritten. Es ist daher empfehlenswert, die Deckungssumme auf 100 Millionen Euro zu erhöhen, um gänzlich auf der sicheren Seite zu sein. Dieser erweiterte Umfang kostet meist nur wenige Euro zusätzlich.

Eine reine Kfz-Haftpflichtversicherung ist allgemein dann ausreichend, wenn Ihr Auto sehr alt ist oder nur noch einen geringen Restwert hat. Beachten Sie aber, dass die Haftpflichtversicherung keine Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt. Sind Sie also auf Ihr Auto angewiesen, aufgrund Ihrer finanziellen Situation jedoch nicht in der Lage, teure Schäden aus eigener Tasche abzudecken, macht ein Kaskoschutz auch bei älteren Modellen Sinn. Im Durchschnitt entscheiden sich etwa zwei Drittel der Halter, deren Auto elf Jahre alt ist, für eine reine Haftpflichtversicherung.

Teilkaskoversicherung

Zusätzlich zur Haftpflicht kann die sogenannte Kfz-Teilkasko abgeschlossen werden. Sie deckt einige gängige Ereignisse ab, die zu Schäden an Ihrem eigenen Fahrzeug führen können. Darunter befinden sich in aller Regel Sachverhalte wie Glasbruch, Steinschlag, Diebstahl, Einbruchversuch, Zusammenstoß mit Haarwild (z. B. Rehe, Hasen, Füchse, Wildschweine) und Brand. Zudem sind Schäden durch unmittelbare Unwettereinwirkungen wie Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung abgedeckt.

Beachten Sie, dass sich die Leistungsumfänge je nach Versicherungsgesellschaft besonders in den Details deutlich unterscheiden können. Weichen Sie beispielsweise einem Wildtier aus und prallen gegen einen Baum, so decken manche Teilkasko-Versicherungen diesen Schaden ab, andere wiederum nicht.

Besonders umfangreich ist das Thema Autodiebstahl. Versicherungen müssen hierbei nicht in jedem Fall zahlen. Haben Sie Ihr Fahrzeug beispielsweise nicht ordnungsgemäß verschlossen, kann dies schnell problematisch werden. Im E-Book zum Thema Autodiebstahl erhalten Sie sehr umfangreiche Informationen  zur Prävention und zum richtigen Verhalten im Ernstfall.

Die Kombination aus Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung eignet sich für Autos mittleren Alters und ist immer dann sinnvoll, wenn Sie einen Totalschaden am eigenen Fahrzeug finanziell verkraften können, sich aber dennoch gegen gängige Risiken absichern möchten. Insbesondere Vielfahrer, die selten bis nie Unfälle selbst verschulden, profitieren von dieser Variante. Statistisch gesehen tendieren Halter ab einem Fahrzeugalter von fünf Jahren zum „Downgrade“ von Vollkasko auf Teilkasko. Beachten Sie jedoch, dass die Vollkasko abhängig vom individuellen Schadensfreiheitsrabatt teilweise kaum teurer ist, als die Teilkasko-Variante. Geht es nur um wenige Euro Ersparnis, sollte in jedem Fall der Vollkaskoschutz aufrechterhalten werden.

Tipp: Wählen Sie keinen zu hohen Selbstbehalt bei der Teilkaskoversicherung, da es sich bei vielen Teilkaskoschäden eher um niedrige Summen handelt. Eine Selbstbeteiligung von 500 Euro ist beispielsweise deutlich zu hoch.

Vollkaskoversicherung

Den umfassendsten Schutz stellt die Vollkaskoversicherung dar. Sie enthält alle Leistungen der Teilkasko und deckt darüber hinaus im Wesentlichen folgende Ereignisse ab:

  • Schäden am eigenen Fahrzeug nach selbstverschuldeten Unfällen
  • Vandalismus (mutwillige Beschädigung Ihres Autos, z. B. Verkratzen)
  • Schäden bei Fahrerflucht des Unfallverursachers
  • Schäden an Ihrem Fahrzeug, wenn der Verursacher nicht versichert ist oder nicht haftbar gemacht werden kann

 

Einige Versicherer decken im Rahmen der Kfz-Vollkasko sogar Schäden infolge grober Fahrlässigkeit ab. Haben Sie also beispielsweise dem Verkehr nicht genügen Aufmerksamkeit geschenkt, weil Sie etwa kurz abgelenkt waren, und verursachen dann einen Unfall, so tritt die Versicherung auch dann für Schäden ein.

Eine Vollkaskoversicherung sollte in jedem Fall bei Neuwagen abgeschlossen werden. Gleiches gilt, wenn das Fahrzeug geleast oder finanziert wird. Allgemein steht bei der Vollkaskoversicherung immer der Fahrzeugwert im Vordergrund. Gehen Sie daher bei der Frage „Vollkasko, ja oder nein?“ immer vom Extremfall aus: dem Totalschaden durch einen selbst verschuldeten Unfall. Die Schadenshöhe entspricht in diesem Fall dem Restwert des Autos. Können bzw. möchten Sie diese Summe aus eigener Tasche finanzieren? Sofern Ihre Antwort „nein“ lautet, führt kaum ein Weg am Vollkaskoschutz vorbei.

Beachten Sie bei all dem, dass auch die Vollkaskoversicherung kein „Rundum-sorglos-Paket“ ist. Normaler Verschleiß ist nicht abgedeckt. Bei grobem Fehlverhalten tritt die Versicherung ebenfalls nicht ein. Hierunter fallen beispielsweise Fahrten unter Drogen- und Alkoholeinfluss oder vorsätzlich verursachte Schäden.

Gibt es Teile am oder im Auto, die grundsätzlich nicht mitversichert sind?

Die Kaskoversicherung zahlt für Schäden am Fahrzeug. Doch wie sieht es aus, wenn Anbauteile oder Gegenstände im Innenraum beschädigt oder gestohlen werden? In der Kaskoversicherung sind klassische Dinge wie mobile Navis, Handys, Sonnenbrillen oder Geld nicht versichert, da diese kein fester Bestandteil des Fahrzeugs sind. Fest montierte Teile werden hingegen meist ersetzt. Darunter fallen beispielsweise:

  • fest eingebaute Radios
  • fest installiertes Navi (ab Werk)
  • Spoiler
  • hochwertige Felgen

Teilweise können Zubehörteile wie Gepäckträger oder Dachkoffer gegen Aufpreis eingeschlossen werden.

DIe Wahl der richtigen Kfz-Versicherung ist von mehreren Faktoren abhängig

Fassen wir zusammen, so ist die Entscheidung für ein bestimmtes Kfz-Versicherungsmodell von mehreren Gegebenheiten abhängig. Im Vordergrund stehen immer der Fahrzeugwert und das Alter des Autos. Die Beitragshöhe wird zudem von individuellen Faktoren und insbesondere von den schadensfreien Jahren beeinflusst. Eine regelmäßige Prüfung des eigenen Versicherungsschutzes lohnt sich finanziell fast immer. Nutzen Sie dabei neben den Tipps aus diesem Artikel einen Online-Vergleich von Kfz-Versicherungen.

 

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