Autofahrer aufgepasst – das ändert sich 2016

Was sich 2016 für Autofahrer ändert

Auch 2016 gibt es wieder Änderungen im Kfz-Bereich

Autofahrer sollten stets die Gesetzesänderungen im Kfz-Bereich im Blick behalten. Manche bringen Ihnen Vorteile, andere hingegen zwingen Sie zum Handeln. Wir verraten Ihnen in diesem Artikel, auf welche Neuerungen Sie sich im Jahr 2016 einstellen müssen.

Steuerbefreiung für Elektroautos

Bislang waren Elektroautos für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Diese Steuerbefreiung wird nun auf fünf Jahre herabgesetzt. Dies gilt allerdings nur für Neuanschaffungen ab dem 1. Januar 2016. Das bedeutet gleichzeitig: Wenn Sie jetzt noch von der zehnjährigen Steuerbefreiung profitieren möchten, sollten Sie Ihr neues Elektroauto bis zum 31. Dezember 2015 zulassen – am besten direkt mit einem E-Kennzeichen, um die Vorteile im Straßenverkehr nutzen zu können. Fahrzeughalter, die ein gebrauchtes Elektroauto kaufen, übernehmen den noch verbleibenden Zeitraum der Steuerbefreiung, also eventuell mehr als fünf Jahre, je nach Alter des Elektroautos.

Neue Regionalklassen und Typenklassen in der Kfz-Versicherung

Ab dem 1. Januar 2016 gelten neue Regionalklassen und Typenklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Gute 15 Prozent der Autofahrer müssen damit rechnen, in Zukunft etwas mehr für ihre Kfz-Haftpflichtversicherung zu bezahlen. Am teuersten wird es für Berliner Autofahrer: Berlin hat die schlechteste Regionalklasse.

Besser sind natürlich die Autofahrer dran, die in Regionen leben, die in günstigere Klassen eingestuft wurden. Etwa 20 Prozent der Kfz-Haftpflichtversicherten können sich nächstes Jahr über eine billigere Versicherung freuen.  Die günstigsten Regionalklassen gelten in Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Insgesamt gibt es zwölf Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Wenn sich Ihr Versicherungsbeitrag verändert, müssten Sie inzwischen längst einen Bescheid Ihrer Versicherung erhalten haben. Bei Voll- und Teilkaskoversicherungen ändert sich so gut wie nichts.

Achten Sie auf Ihre TÜV-Plakette!

Eigentlich darf es nicht passieren, aber es kommt vor: Die gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung, die alle zwei Jahre erfolgen muss, wird vergessen. Wer schaut sich schon regelmäßig sein Kennzeichen an? Zum Jahreswechsel sollten Sie allerdings einen Blick auf die Farbe Ihrer TÜV-Plakette werfen. Sie haben Ihre Hauptuntersuchung definitiv verpasst, wenn Ihre Plakette gelb ist, denn diese ist nur bis 2015 gültig. Ist Ihre Plakette braun, sollten Sie auch genauer hinschauen, denn dann müssen Sie noch in 2016 beim TÜV vorfahren. Entspannt zurücklehnen dürfen Sie sich mit einer Plakette in rosa oder grün, denn dann ist die nächste Hauptuntersuchung erst 2017 bzw. 2018 fällig.

„Section Control“ in Niedersachsen

Bei „Section Control“ handelt es sich um ein Pilotprojekt in Niedersachsen, das ab dem 1. Januar 2016 zwischen Laatzen und Gleidingen auf der B6 getestet wird. Bisher wurden rasende Autofahrer von Blitzern erfasst. Die Section Control misst die Geschwindigkeit nicht an einem einzigen Punkt wie es ein Blitzer tut, sondern über einen bestimmten Abschnitt. Wenn Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt werden, werden diese nach dem Bußgeldkatalog geahndet.

Einführung der Euro 4 Norm für Motorräder

Motorradbesitzer, die für ihr Zweirad ab dem 1. Januar 2016 eine Typgenehmigung bekommen, müssen die Abgasvorschriften erfüllen. Dies betrifft jedoch nur neue Motorräder und stellt vor allem für die Hersteller eine Herausforderung dar. Gleiches gilt für das ab dem 1. Januar 2016 geforderte ABS oder Kombi-Bremssystem für alle neuen Motorräder. Betroffen sind hiervon Motorräder über 50 Kubik und über 45 km/h. Eine Nachrüstung von alten Motorrädern ist nicht erforderlich.

Umweltzone in Aachen

Leben oder arbeiten Sie in Aachen? Dann könnte diese Meldung für Sie interessant sein: Aachen führt zum 1. Februar 2016 eine Umweltzone ein. Ab diesem Stichtag dürfen Sie sich mit Ihrem Auto nur noch mit einer grünen Plakette innerhalb der Umweltzone bewegen.

Österreichische Vignette

Sie planen einen Skiurlaub in Österreich oder wissen schon, dass Sie nächstes Jahr auf den österreichischen Autobahnen unterwegs sind? Dann kommen höhere Gebühren auf Sie zu. Der Vignettenpreis in Österreich steigt im Jahr 2016 um 1,5 Prozent. Der Unterschied ist jedoch minimal. Die 10 Tages Plakette für PKW kostet statt 8,70 nun 8,80 Euro und auch bei der Jahresvignette steigt der Preis nur um 1,30 Euro an.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in das Jahr 2016 und vor allem freie Fahrt!

Bild: © alexlmx/ fotolia.com

 

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