Autofahren im Frühjahr – Top 7 der Gefahren im Straßenverkehr

Im Frühjahr erhält unser Auto stets die wohlverdiente Sonderbehandlung. Neben Reifenwechsel steht die Grundreinigung und ausgiebige Pflege des Fahrzeugs an. Der glänzend polierte Begleiter möchte dann auch direkt ausgefüht werden. So beginnt die einweihende Spritztour in die warme Jahreszeit.

Mit einigen saisonbedingten Gefahren haben Sie allerdings zu rechnen. Der Beitrag verdeutlicht, welche Tücken insbesondere die Monate März bis Juni mit sich bringen – denn trotz steigender Temperaturen existieren im Frühjahr bestimmte Faktoren, die für Autofahrer gefährlich werden können.

Frühjahrs-Tücken beim Autofahren

„Er ist’s. Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte“. Mit diesen Worten beginnt Eduard Mörikes Frühlingsgedicht und feiert das Ende des Winters. Die meisten Verkehrsteilnehmer vergessen aus Freude über das Ende der kalten Tage, dass immense Wetterumschwünge besonders im Frühling zu widrigen Straßenverhältnissen führen. Im Folgenden sind die Top 7 der Gefahren im Frühjahr aufgeführt.

Gefahr Nr. 1 – Blitzeis

Ist der Frühjahrsputz für das Auto erledigt, neigen einige Fahrzeugbesitzer zu einer sommerlich-sportlichen Fahrweise. Insbesondere in den Monaten März und April sind Temparaturen von 0°C bis weit über 10°C üblich. So müssen Sie beispielsweise bei Temperaturen um die 3°C immer noch mit Morgenglätte rechnen – insbesondere auf Brücken, an Schneisen in Wäldern oder an schattigen Stellen.

Gefahr Nr. 2 – Straßenverunreinigungen und Schlaglöcher

Schlaglöcher auf Landstraße – Frühjahrstücken

Schlaglöcher und andere Straßenschäden kommen im Frühjahr besonders häufig vor!

Möglicherweise befinden sich immer noch Split und sonstige Verunreinigungen auf der Fahrbahn. Bei höherem Tempo können Steinschläge Beschädigungen an Scheiben und Karosserie verursachen.

Bedingt durch das Tauwetter sind im Frühjahr zudem einige Straßen mit verstärktem Schlaglochaufkommen versehen. Der Grund sind Frostschäden, die entstehen, wenn bei schlechter Asphaltierung oder bei mangelhaft ausgebesserten Straßenschäden, Wasser unter die Fahrbahndecke eindringt. Dieses dehnt sich aus, wenn es im Winter gefriert. Taut das Wasser anschließend, können unter der Fahrbahndecke Hohlräume entstehen. Durch das Gewicht darüber rollender Fahrzeuge reißt die Fahrbahndecke auf und erzeugt ein Schlagloch. Dieses führt unter Umständen zu Schäden am Fahrwerk, die teure Reparaturen nach sich ziehen.

Gefahr Nr. 3 – Wildwechsel

Auch Wildtiere werden im Frühjahr wieder aktiv. An besonders gefährdeten Straßenabschnitten warnen Verkehrsschilder vor Wildtieren. Insbesondere in ländlichen Gebieten oder wenn Sie Waldabschnitte passieren, sollten Sie mit verstärkter Aufmerksamkeit fahren. Wenn es doch zu einem Wildunfall kommen sollte, dürfen Sie nicht einfach weiterfahren, sondern müssen einige Dinge beachten.

? Achten Sie darüber hinaus auf Hinweisschilder zur Amphibienwanderung! Heimische Kröten und Frösche begeben sich bei den ersten milden Temperaturen auf die Reise zu ihren Laichgewässern. Oftmals müssen die Tiere dazu Straßen passieren.

Gefahr Nr. 4 – Tiefstehende Sonne

Zusätzlich steht die Sonne tief, was die Sicht deutlich erschwert. Auch im Frühling sollten Sie somit immer eine Sonnenbrille griffbereit haben, um bei dem Blick auf die Straße nicht geblendet zu werden. Beachten Sie unbedingt, dass Sie nur Sonnenbrillen mit einer maximalen Tönung der Kategorie 3, also einer Lichtdurchlässigkeit von 8 bis 18 Prozent, am Steuer tragen dürfen. Eine dunklere Tönung kann zu einem Bußgeld von 10 Euro führen. Besonders geeignet zum Autofahren sind überdies Brillen, die ein weites Sichtfeld ermöglichen und leicht sind: Vermeiden Sie breite Bügel.

Auch die Wahl der Tönungsfarbe spielt eine Rolle. So eignen sich gelbe Brillengläser für Nachtfahrten. Braune Gläser mit polarisierenden Eigenschaften sind für Autofahrten am Tag besonders empfehlenswert. Zum einen bieten braune Tönungen genügend Schutz bei hellen Lichtverhältnissen, und zum anderen filtern polarisierende Gläser Reflexionen.

Gefahr Nr. 5 – Frühjahrsmüdigkeit nicht unterschätzen

Frühjahrsmüdigkeit ist zwar kein offizielles Krankheitsbild, existiert aber dennoch. Wissenschaftler erklären die Abgeschlagenheit im Frühling mit einer Veränderung des Hormonhaushalts. Das „Glückshormon“ Serotonin wird vermehrt gebildet, an das sich der Körper zunächst gewöhnen muss. Zusätzlich dazu können wärmere Temperaturen müde machen. Mit der Müdigkeit sinkt dann notgedrungen auch die Konzentrationsfähigkeit.

? Demnach gilt: Setzen Sie sich nur erholt ans Steuer und legen Sie bei Müdigkeit Pausen ein.

Gefahr Nr. 6 – Pollenflug und Allergien im Straßenverkehr

Birke – Die Pollen reizen Augen sowie Nase und verursachen oft Allergien

Birkenpollen sind ein häufiger Auslöser für Allergien

Für Allergiker kann Autofahren im Frühjahr ebenfalls gefährlich werden. Ein kräftiger Niesanfall sorgt unweigerlich für Ablenkung. Bei einer Niesattacke sind die Augen kurzzeitig geschlossen: Bei 100km/h bedeutet das einen bis zu 28 Meter langen Blindflug!

Menschen mit Heuschnupfen sollten daher einige Tipps beachten: Sind auch Sie betroffen, so halten Sie Fenster und Schiebedach nach Möglichkeit stets geschlossen. Wenn Sie ohnehin Ihr Auto frühlingsfit machen, dann lassen Sie gleichzeitig den Pollenfilter wechseln und die Klimaanlage reinigen. Der Filterwechsel wird nach 15.000 Kilometern oder mindestens einmal im Jahr empfohlen. Parken Sie außerdem möglichst nicht unter blühenden Bäumen und reinigen Sie regelmäßig den Innenraum.

Allergien lassen sich durch Medikamente eindämmen. Diese sollten jedoch abends eingenommen werden, da sie teils Müdigkeit hervorrufen. Bahnt sich eine Niesattacke an, stellen Sie das Auto möglichst ab und warten, bis Sie wieder weiterfahren können.

Gefahr Nr. 7 – Roller- und Fahrradfahrer

Sobald es wärmer wird, mehrt sich das Aufkommen zweirädriger Verkehrsteilnehmer. Berücksichtigen Sie also stets, dass vor allem Motorradfahrer plötzlich auftauchen können. Ebenso ist insbesondere auf vielbefahrenen Straßen oder in Wohngebieten Achtsamkeit geboten: Wenn ein Fahrradfahrer zwischen zwei parkenden Fahrzeugen hervorschnellt, müssen Sie sofort reagieren und dürfen nicht abgelenkt sein.

 

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Agathe Sklorz

Buchstabe um Buchstabe bilden sich Worte. Aus Worten werden Sätze. Diese formieren sich zu Texten. Produzieren die entstandenen Texte kleine Filmchen in den Köpfen unserer Leser, so habe ich meine Aufgabe richtig erfüllt. Mir ist es wichtig, nicht nur zu informieren, sondern konkrete Vorstellungen zu erzeugen, die alle relevanten Fragen beantworten. Inhalte greifbar und lebendig gestalten: Dafür bin ich hier!