Regelmäßiger Auto-Check: So stellen Sie die Fahrtüchtigkeit sicher

Mann fährt nach dem Auto-Ceck mit dem Auto los
Vor der Fahrt den Auto-Check nicht vergessen!

Ehe Sie mit Ihrem Fahrzeug losfahren, sollten Sie immer seine Fahrtüchtigkeit kontrollieren. Bis auf wenige Ausnahmen brauchen Sie dafür noch nicht einmal die Profis aus der Werkstatt, sondern können Ihr Auto selbst überprüfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Fahrzeug kontrollieren und so zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen können.

Kontrolle der Reifen: Profiltiefe, Luftdruck und Beschädigungen

Damit Ihre Reifen auch bei höheren Geschwindigkeiten eine gute Bodenhaftung gewährleisten können, sollten Sie sie regelmäßig kontrollieren:

  • Profiltiefe: Der Gesetzgeber schreibt für die Autoreifen eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor. Das können Sie leicht mit einer Euromünze überprüfen: Verschwindet der Goldrand der Münze im Profil, ist es noch ausreichend. Sicherer ist es allerdings, wenn Ihre Reifen eine Profiltiefe von 3 mm aufweisen (bei den Winterreifen noch besser 4 mm). Alternativ verwenden Sie einen Laufflächenmesser oder bei modernen Fahrzeugen die elektronische Verschleißmessung.
  • Beschädigungen und Reifenalter: Experten raten dazu, Reifen auch bei ausreichendem Profil spätestens nach sechs Jahren zu wechseln, weil der Gummi mit zunehmendem Alter rissig und porös werden kann. Denken Sie bei der regelmäßigen Kontrolle der Fahrtüchtigkeit auch an das Reserverad im Kofferraum, sonst hilft es im Notfall wenig. Prüfen Sie die Räder außerdem regelmäßig in Hinblick auf Beschädigungen, die durch spitze Gegenstände auf der Straße verursacht werden können.
  • Reifendruck: Zu den Regelkontrollen am Fahrzeug gehört der Reifendruck. Überprüfen Sie ihn am besten einmal im Monat, unbedingt aber vor längeren Autofahrten. Das gilt besonders, wenn Sie mit erhöhter Zuladung unterwegs sind (z. B. bei einer Urlaubsreise). Die erforderlichen Werte finden Sie übrigens neben der Betriebsanleitung bei vielen Fahrzeugen im Tankdeckel oder im Türholm. Viele Fahrzeuge besitzen außerdem ein elektronisches Reifendruck-Kontrollsystem, das einen Luftdruck-Verlust automatisiert anzeigt.
  • Reifenwechsel: Wenn Sie nicht auf Allwetterreifen setzen, können Sie sich beim Reifenwechsel an der Regel „Von O bis O“ orientieren: Von Ostern bis Oktober nutzen Sie Sommerreifen, dann wechseln Sie auf die Winterreifen.

Auto selbst überprüfen mit Blick auf die Flüssigkeiten

Möchten Sie Ihr Auto checken, sollten Sie die Flüssigkeiten im Fahrzeug kontrollieren:

  • Motoröl: Zu wenig Motoröl führt zu schweren Motorschäden. Überprüfen Sie am besten einmal im Monat den Ölstand. Dazu ziehen Sie den Ölmessstab heraus, wischen ihn sauber, stecken ihn wieder hinein und ziehen ihn erneut heraus. Der nun angezeigte Ölstand sollte sich zwischen der Minimum- und Maximum-Linie bewegen. Ist der Ölstand unter Minimum, dann müssen Sie dringend Motoröl nachfüllen. In der Bedienungsanleitung des Wagens steht, welches Motoröl geeignet ist. Bei Zweifeln können Sie einfach einen Tankwart fragen. Wenn der Ölstand über Maximum ist, sollte Öl abgelassen werden. Das geht aber nur in einer Werkstatt.
  • Kühlflüssigkeit: Öffnen Sie den Ausgleichsbehälter, in dem sich die Kühlflüssigkeit befindet, niemals bei heißem Motor. Lesen Sie den Flüssigkeitsstand ab, er sollte zwischen der Minimum- und Maximum-Linie liegen.
  • Bremsflüssigkeit: Die Bremsflüssigkeit muss ohnehin alle zwei Jahre erneuert werden. Bei Ihrer Fahrzeugkontrolle prüfen Sie dennoch zwischendurch immer wieder, ob sich der Flüssigkeitsstand verändert hat – dies könnte auf ein Problem mit den Bremsen hindeuten.

Weitere wichtige Regelkontrollen am Fahrzeug

Nutzen Sie die folgende Checkliste, wenn Sie Ihr Auto selbst überprüfen möchten:

  1. Beleuchtung: Prüfen Sie immer, ehe Sie losfahren, ob alle Scheinwerfer, Blinker und die Warnblinkanlage funktionieren und korrekt eingestellt sind. Defekte Leuchten am Fahrzeug müssen ausgetauscht werden.
  2. Scheibenwaschanlage: Kontrollieren Sie, ob im Behälter genügend Scheibenwaschflüssigkeit vorhanden ist. Im Winter sollten Sie Frostschutzmittel einfüllen, damit der Behälter nicht zufriert. Prüfen Sie die Verschleißanzeige der Scheibenwischerblätter, besonders wenn diese Schlieren auf der Scheibe hinterlassen.
  3. Keilriemen: Etwa quartalsweise sollten Sie die Spannung des Keilriemens testen. Drücken Sie auf den Keilriemen. Wenn er stärker nachgibt, muss er gespannt werden. Bei Beschädigungen oder Rissen sollten Sie ihn austauschen (lassen). Dasselbe gilt für den Zahnriemen – auch außerhalb des Wechselintervalls kontrollieren Sie ihn regelmäßig, um Folgeschäden zu vermeiden.
  4. Kratzer und Roststellen: Lassen Sie Roststellen oder Kratzer auch dann ausbessern, wenn sie nur klein sind. Ansonsten könnte sich der Rost ausbreiten und Lochfraß in der Karosserie verursachen.
  5. Bremsen: Den Zustand der Bremsscheiben und -beläge können die meisten Laien nicht beurteilen. Lassen Sie sie deshalb am besten regelmäßig bei der Inspektion kontrollieren. Sollte Ihnen aber beim Fahren auffallen, dass die Bremsfähigkeit nachgelassen hat, sollten Sie die Fahrtüchtigkeit umgehend durch eine Werkstatt überprüfen lassen.
  6. Verbandkasten: Überprüfen Sie einmal im Jahr, ob das Haltbarkeitsdatum des Verbandkastens überschritten wurde und ob Bestandteile ersetzt werden sollten.
  7. Warndreieck/-westen: Stellen Sie sicher, dass ein Warndreieck sowie eine Warnweste pro Insasse mit an Bord sind.

Die Regelkontrollen am Fahrzeug stellen die Fahrtüchtigkeit Ihres Autos sicher und verursachen dabei nur einen geringen Aufwand.

Tipp: Legen Sie sich für die regelmäßige Fahrzeugkontrolle am besten einen Termin im Kalender an. So können Sie nicht vergessen, Ihr Auto zu checken!

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