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Infografik zum deutschen Straßenverkehr


Millionen von Menschen sind täglich mit dem Auto im Straßenverkehr unterwegs. Haben Sie sich schon mal gefragt, wie viel Stau entsteht, wie viel Feinstaub ausgestoßen wird, wie oft der ADAC ausrücken muss oder wie viel Kraftstoff getankt wird? Die Antworten finden Sie in der unten stehenden interaktiven Grafik, in der interessante Fakten in Echtzeit ausgeführt werden. Erfahren Sie, wie viel Umsatz die Automobilindustrie pro Sekunde macht oder wie viel Unfälle die Polizei erfasst. Mehr interessante Details finden Sie im dazugehörigen Text.

 

Wie viel Stau gibt es?

Der Arbeitsweg mit dem Auto kostet je nach Verkehrszeit und Fahrtstrecke viel Zeit und viele Nerven. Wer in der Hauptverkehrszeit bzw. Rush Hour unterwegs ist, bleibt oftmals im Stau stecken. Aber es gibt auch viele andere Gründe, die zu Stau führen können, unter anderem Unfälle oder Fehlverhalten von Autofahrern, wie zu dichtes Auffahren oder falsches Bremsen. Laut der ADAC-Staubilanz gab es im Jahr 2015 rund 568.000 registrierte Staus. Die gesamte Staulänge lag bei 1,1 Millionen km. Die Autobahn A3 hatte bundesweit auf das Jahr gesehen mit rund 170.000 km den längsten Stau. Rund 105.000 Stau-Stunden wurden verzeichnet.

PKW-Neuzulassungen in Deutschland

Täglich werden wir durch Werbung dazu verleitet, neue Produkte zu kaufen. Auch Automobilhersteller werben kräftig für ihre neuen Automodelle. Das Neuwagen-Angebot ist groß und täglich werden über 8000 PKW neu zugelassen. Im Jahr 2015 gab es 3,2 Millionen neu zugelassene PKW, darunter 12.263 Elektrofahrzeuge und 22.630 PKW mit Hybridantrieb. Insgesamt wurden 5,6% mehr PKW als im Jahr 2014 zugelassen. Der Umsatz auf dem Neuwagenmarkt in Deutschland beläuft sich auf 91,7 Milliarden Euro.

In Deutschland produzierte PKW

Deutschland ist der drittgrößte PKW-Produzent der Welt. Der Verband der Automobilindustrie verzeichnete für das Jahr 2015 etwa 5,7 Millionen produzierte PKW. Rund 4,4 Millionen PKW wurden ins Ausland exportiert. Der größte Automobilhersteller in Deutschland ist die Volkswagen Gruppe. Insgesamt über 10 Millionen Fahrzeuge hat der Konzern hergestellt. Knapp drei Millionen Fahrzeuge produzierte die Daimler AG, knapp dahinter liegt mit 2,2 Millionen Fahrzeugen die BMW-Gruppe.

Umsatz im Kfz-Service

Im Kfz-Service wurde im Jahr 2014 ein Umsatz von circa 29,9 Milliarden Euro gemacht. Dieser verteilte sich auf etwa 33.500 Kfz-Werkstätten. Davon überwogen laut einer Statistik die freien Werkstätten, die Kraftfahrzeuge aller Automobilhersteller inspizieren. Die Anzahl der Reparaturen und Wartungsarbeiten lag bei 72 Millionen. Der Kfz-Service ist das drittstärkste Geschäftsfeld des Kraftfahrzeuggewerbes.

Fahrzeug Hauptuntersuchungen im Jahr

Jedes zugelassene Fahrzeug muss regelmäßig zur Hauptuntersuchung (HU). Wenn die Frist für die HU um mehr als zwei Monate überschritten wird, droht bei einer Fahrzeugkontrolle ein Bußgeld. Außerdem kostet danach die HU 20% mehr Geld, da eine vertiefte Untersuchung vorgeschrieben wird. Die statistische Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamtes ergab, dass 2015 rund 26,8 Millionen Hauptuntersuchungen von Fahrzeugen mit amtlichen Kennzeichen durchgeführt wurden. Ein neu zugelassener PKW muss nach drei Jahren das erste Mal zur TÜV-Abnahme.

Verursachter Feinstaub durch PKW

Feinstaub wird hauptsächlich durch den deutschen Straßenverkehr verursacht

Etwa ein Drittel der gesamten Feinstaubbelastung geht auf den Straßenverkehr zurück. Besonders alten Fahrzeugen fehlen spezielle Vorrichtungen. Viele Großstädte wie Berlin, Köln oder Frankfurt haben eine Umweltzone errichtet, um den Ausstoß von Feinstaub und Stickoxiden zu reduzieren. In das begrenzte Gebiet dürfen nur Kfz mit grüner Umweltplakette fahren. 2014 wurden pro Sekunde rund 97 g Feinstaub in die Luft gestoßen. Das macht auf das Jahr gesehen etwa 3,1 Millionen kg Feinstaub. Weitere Werte: Kohlenmonoxid =12,8 kg  pro Sekunde; Stickoxide = 6 kg  pro Sekunde

Die gelben Engel kommen – ADAC-Einsätze

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club gab in einer Bilanz bekannt, dass 2015 rund vier Millionen Einsatzwagen der Pannenhilfe unterwegs waren. Am häufigsten, in 46% der Fälle, wurde der ADAC wegen Problemen mit der Autobatterie gerufen. Pannen beim Motormanagement (Einspritzung, Zündung, Sensorik) waren am zweithäufigsten vertreten. Fehlleistungen der Karosserie, der Lenkung, der Bremsen, des Fahrwerks oder des Antriebs zählt der ADAC unter der Kategorie Sonstiges als die dritthäufigste Pannenursache. Jede Pannenhilfe wird elektronisch festgehalten und in einer Datenbank abgespeichert. Dabei werden der Typ, das Zulassungsjahr, die Motorart, der Kilometerstand, das defekte Bauteil und die Pannenursache notiert.

Polizeilich erfasste Unfälle

Etwa 2,5 Millionen Verkehrsunfälle ereigneten sich im Jahr 2015. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 4,6% mehr Unfälle. Die Anzahl der Verkehrstoten lag bei 3.459 Menschen, fast drei Viertel verunglückten auf Landstraßen. Im Jahr 1970 starben über 21.000 Menschen, ein nicht erfreulicher Wert, der in den Folgejahren deutlich gesunken ist, trotz des stark gestiegenen Kraftfahrzeugbestandes. Die Wahrscheinlichkeit bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben zu kommen, ist 16-mal niedriger als vor 45 Jahren. Obwohl sich die Anzahl der Geschwindigkeitsunfälle reduziert hat, ist die Nicht-Einhaltung der Geschwindigkeitsgrenze dennoch die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle. Falls Sie in einen Unfall verwickelt sind erfahren Sie im Magazin auch, wie Sie sich nach einen Autounfall verhalten müssen.

Zurückgelegte Strecke von Kraftfahrzeugen

Zusammen fuhren alle registrierten Kraftfahrzeuge im Jahr 2015 rund 716,2 Milliarden Kilometer. Im Vergleich zum Vorjahr gab es ein Wachstum von 1,4%. Etwa 86% der zurückgelegten Strecke gingen auf PKW zurück. Ein PKW fuhr im Schnitt 14.074 km, das sind rund 28 km weniger als 2014. Das Durchschnittsalter, gemessen an 44,4 Millionen zugelassenen PKW, lag bei neun Jahren. Rund 67% der Fahrzeuge wiesen einen Ottomotor auf, etwa 31% einen Dieselmotor. Ein Wachstum gab es bei Hybrid- und Elektroantrieben. Insgesamt waren laut einer Flensburger Statistik über 490.000 Oldtimer unterwegs, von den etwa 71% ein H-Kennzeichen trugen.

Beförderte Personen im Öffentlichen Personennahverkehr

2015 wurden rund 34 Milliarden Passagiere mit dem Öffentlichen Personenverkehr transportiert, etwa 33% von Omnibussen und Bahnen. Fast genauso viele Fahrgäste hatte der Liniennahverkehr. Die Nahverkehrsunternehmen nehmen jährlich um die 12 Milliarden Euro durch Fahrgelder ein. Die Energiebilanz zeigt: Bundesweit wird durch die Nutzung von Bahnen und Bussen etwa so viel Energie gespart, wie eine Großstadt jährlich verbraucht (Haushalte, Verkehr und Industrie). Den ÖPNV zu nutzen statt mit dem Auto zu fahren, spart 46% Energie.

Der Kraftstoffverbrauch der Deutschen

Auto an der Tankstelle – so viel Kraftstoff verbraucht der deutsche StraßenverkehrIn Deutschland wurden im Jahr 2015 etwa 56 Millionen Tonnen Kraftstoff getankt. Der Anteil an Dieselkraftstoff lag bei 62,6%, Ottokraftstoff bei 31,4% und Biokraftstoff bei 4,8%. Wie viel ein PKW verbraucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. Konzept und Technik des PKW, Außentemperatur, Schnee, Wind, Straßenbeschaffenheit, Einsatzart, zusätzlicher Energiebedarf, Zuladung, Reifen oder Wartungszustand. Die Fahrweise ist jedoch am meisten ausschlaggebend. Mit dem richtigen Fahrstil können Sie Sprit sparen: Starten Sie den Motor ohne Gaspedalbetätigung und fahren Sie sofort los; schalten Sie nach dem Anfahren direkt in den 2. Gang; drücken Sie das Gaspedal nicht voll durch, sondern nur zu 3/4; schalten Sie frühzeitig die einzelnen Gänge hoch; fahren Sie vorausschauend, damit Sie nicht so oft bremsen müssen. Wann Sie am günstigsten Tanken können erfahren Sie in einem anderen Artikel.

Die Umsätze der Automobilwirtschaft

Rund 405 Milliarden Euro erzielte die deutsche Automobilindustrie im Jahr 2015. Darunter fällt der gesamte Umsatz der in Deutschland ansässigen Automobilhersteller. Der Inlandsumsatz belief sich auf etwa 141 Milliarden Euro, der Auslandsumsatz auf 263 Milliarden Euro. Ein Neuwagen kostete im Durchschnitt 28.153 Euro. In der Automobilindustrie wurden etwa 775.000 Personen beschäftigt.

 

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